Samstag, 16. Oktober 2021

Exequien 1897

 Interessantes Detail: 

Das Requiem für den verstorbenen Mitbruder wurden nicht nur im Stift selbst gefeiert, sondern auch in allen Pfarren, die vom Stift betreut werden.


Stiftsarchiv

Die Liebe fürs Detail vergangener Jahrhunderte...




Montag, 20. September 2021

Ein Zufallsfund aus dem Archiv

 Die Kaiser Fräul'n



Die Handschrift in schwarzer Tinte ist die des Archivars P. Friedrich Hlawatsch; der weitere Kommentar stammt vom späteren Archivar P. Hermann Watzl.
StAH, FM0001


Sonntag, 23. Mai 2021

Pfarren und Güter bei St. Gotthard

Schlößlberg bei Mogersdorf, Bgld.
1878 (nach dem Tod des ungarisch-stämmigen Abtes Edmund Komaromy ein Jahr zuvor): Loslösung der Abtei St. Gotthard in Ungarn mit seinen Pfarren, Besitzungen und Kunstschätzen von Heiligenkreuz, welche nunmehr der Abtei Zirc als Priorat angeschlossen wird laut Übereinkommen vom 25. Juni; Genehmigung des Kaisers vom 30. Juli und Bestätigung der päpstlichen Kurie vom 18. Dezember. Bei der Abtretung von St. Gotthard, das seit 1734 mit dem Stift Heiligenkreuz vereinigt war, an die Abtei Zirc mit 4. November 1878, geht auch der ganze dazugehörige Grundbesitz verloren. So wird auch das Gut Schlößl bei Mogersdorf, bestehend aus dem Schlößl mit Kellereien, danebenstehender Kapelle sowie 117 Hektar Wald und ca. 10 Joch Ackerflächen und Weingärten bis zur ungarischen Grenze an die Abtei Zirc abgegeben.


Freitag, 30. April 2021

Hornwerk am Hornturm

Über das ehemalige Hornwerk im Hornturm erfahren wir bei Rudolf QUOIKA, Altösterreichische Hornwerke, Berlin 1959, 24:

„Vom  äußeren Klosterhof führt ein Einfahrtstor unter dem Hornturm in den inneren Klosterhof. Es ist ein  charakteristischer Torbau des Frühbarock mit reichem Figurenschmuck aus der Zeit des Abtes Clemens Scheffer OCist  (1656 — 1663).  Im Turmgeschoß befindet sich  ein  Pfeifenwerk aus dem Jahre 1720.“

Dagobert FREY, Das Stift Heiligenkreuz. Wien-Augsburg 1926, 38.


Dieses Hornwerk,  übrigens das größte seiner Art, ist eine Schöpfung des Abtes Gerhard Weichselberger OCist (1705 —1728). 

J. Fitzga, Das Pfeifenwerk im Stift Heiligenkreuz. In: Monatsblätter des Altertumsvereins in Wien, Jg.1909, 123. 


Als Erbauer werden die beiden Brüder Ferdinand Josef und Johann Ulrich Römer aus Wien genannt, die 1721 die große Stiftsorgel in Heiligenkreuz erbauten. Die Annahme liegt dabei nahe, daß auch das Hornwerk von beiden jahrsdarauf vollendet wurde. Da dieses Instrument große Vollkommenheit zeigt und eine Synthese zwischen Gotik und Barock darstellt, kommt als Erbauer nur ein erster Meister in Frage und die Brüder Römer, die 1720 die große Orgel im St. Stephansdom in Wien erbauten, verfügten über das notwendige Können. Stiftsorganist Fitzga meldet eine Orgelreparatur für das Jahr 1705, die indes kaum dem Hornwerk gegolten haben kann, wenn dasselbe nicht etwa ein älterer Bau sein sollte, den Abt Gerhard vergrößern ließ. Die zahlreichen Türme des Stiftes in damaliger Zeit lassen das Vorhandensein eines Hornwerkes vermuten, doch dürfte Orgelbauer Lober 1705 die Chororgel erneuert haben. 1795 arbeitete der Wiener Orgelbauer Gottfried Malich (Mallek) mit seinem Gehilfen Nikolaus Hindznidel aus Würzburg am Horn, das 1909 nochmals gründlich vom bekannten Wiener Orgelbaumeister Josef Ullmann auf Veranlassung des Abtes Gregor Pöck OCist überholt wurde, wobei die Holzpfeifen erneuert wurden. Der Meister, sein Sohn Franz und die Gehilfen konnten das Horn am 19. März 1909 vollenden und zum Wiedererklingen bringen. Gegenwärtig sind nur die Bälge, die Windladen und ein Teil der Holzpfeifen vorhanden, während Metall- und Zungenpfeifen vollständig fehlen. 

Die Zungenstimmen unterlagen dem natürlichen Verschleiß, die Labialpfeifen aus Metall fanden den Weg der Kriegsmetallsammlung, ein Teil kam in Abgang und der Rest, 39 Kilogramm, wurden für die Erneuerung der großen Stiftsorgel verwendet (1953). Mitteilung von J. Mertin, Wien.

Mittwoch, 21. April 2021

Gemälde von Martino Altomonte im Refektorium

Franz Christoph von Scheyb (=Pseudonym Köremon) (1704-1777) schaut dem Maler Altomonte beim Malen des großen Bildes von der wunderbaren Brotvermehrung zu und korrigiert ihn dabei:





Samstag, 3. April 2021

Feier der Karwoche 1847

 Ein kunstvoll geschriebenes Bild hängt im Archiv, wie man 1847 die Karwoche feierte.

Auf's Bild klicken, um es noch zu vergrößern!