Freitag, 30. Oktober 2020

Ansichtskarte aus Heiligenkreuz, 1905

P. Dr. Florian Watzl (1870 - 1915)  schreibt eine Ansichtskarte aus Heiligenkreuz an seinen Vater Johann Watzl nach Aigen, die große Monstranz für die Kreuzreliquie wird am Kreuzerhöhungssonntag auch heute noch verwendet; das Marienbild mit der Anrufung ist das Altarbild in der Sakristei der Stiftskirche. (Aufbewahrt im Stiftsarchiv Heiligenkreuz F086)




StAHlkr F088
StAHlkr F087

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Heiligenkreuzer Lockdown und Livestream - im Pestjahr 1713

Bei P. Dr. Wilhelm Anton Neumann (1837 - 1919), Handwerk und Kunst im Stifte Heiligenkreuz vom 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, Heiligenkreuz (Selbstverlag des Verfassers) 1879, S. 29, findet man einen Vermerk über das Pestjahr 1713, aus dem eine gewisse Ähnlichkeit auf die heutige Situation erkennbar ist: 

In diesem Pestjahre verliess Kaiser Karl VI. Wien nicht, sondern zog sich nach Laxenburg zurück ... Zwei Geistliche des Stiftes wurden für die Seelsorge exponiert, das Kloster selbst abgeschlossen [=Lockdown]. In der Pfarrkirche wurde neben dem Thore der Westfront ein großes Fenster ausgebrochen, damit man von Aussen dem Gottesdienste beiwohnen konnte [=Livestream].  

Als Quelle gibt er die Chronik des P. Daniel Scheuring an: Ephemerides abbatiales seu acta et gesta […] domini Gerardi [… ] abbatis [...], ethico-historice compilatae authore et scriptore P. Daniele Scheuring (Stiftsarchiv Heiligenkreuz, Codex 229).

Im Bild die letzten Reste dieser Pfarrkirche, die später abgetragen wurde.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Refektorium: Tischlesung

 Im Refektorium, dem klösterlichen Speisesaal, werden die Mahlzeiten unter Schweigen eingenommen. Dabei liest der (wöchentlich eingeteilte) Tischleser  einen Abschnitt aus dem Evangelium, die  Heiligen des folgenden Tages aus dem Martyrologium, und aus einem Buch (Heiligenbiographien, historische Bücher, Regionalgeschichte) oder aus den katholischen Nachrichtenblättern. Beim Mittagessen wird als Zugeständnis nach einem anstrengenden Vorlesungsvormittag nur während der Suppe gelesen, dann kann man miteinander sprechen. Schon bald nach deren Erscheinen verwendete man dazu die Nachrichten aus der Kathpress, der katholischen Presseagentur Österreichs, heute kan man die Texte dem Internet entnehmen, früher wurden sie hektografiert täglich mit der Post zugesandt. Der Obere bringt die ausgewählten Blätter dem Tischleser. 

Auf diesen Vorgang bezieht sich  die Notiz des früheren Archivars P. Hermann Watzl, die er auf der Rückseite eines Kathpress-Textes notierte, der im Archiv unter Rubrik 324-005 aufbewahrt wird. Zur Zeit der Notiz oblag es dem Altabt Karl, die Nachrichten auszuwählen.



Dienstag, 27. Oktober 2020

Stiftsküche 1925

Die Stiftsküche im Jahre 1925:
von links: Hedwig Strohmayer, Adolfine Strohmayer (Mutter von Oberförster Rudolf Stockinger),
P. Friedrich Hlawatsch.

Montag, 19. Oktober 2020

Doctor theologiae

P. Dr. Josef Tibitanzl OCist 
Professe von Hohenfurt und Theologieprofessor in Heiligenkreuz
Mit und ohne den Schmuck des Doktorats
bin und bleibe ich  euch - Ehrwürden - dankbar.


 

"Der Hofrat"


Eine Notiz der jüngeren Hausgeschichte (aufgefunden in der Fotosammlung des Archives):
In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts lebte im Stift ein origineller Mitarbeiter: Herr Johann Dangl. Eine stattliche Erscheinung, eine bescheidene Persönlichkeit, seine Hauptaufgabe war das Reiniges des Stiftshofes, was damals nur von Hand erfolgte. Weil er immer im Stiftshof anzutreffen war, nannten wir ihn den "Hofrat".

Samstag, 17. Oktober 2020

Noviziat 1914/15

 

 
 Noviziat 1914/15
Stehend, v.l.n.r.: Fr. Wolfgang Diesner (1892-1925), Fr. Karl Braunstorfer (1895-1978/Abt 1945-1969), Fr. Robert Bruckner (1895-1969), Fr. Severin Grill (1893-1975).
Sitzend: Fr. Eugen Kindermann (1894-1952), P. Norbert Hofer (1874-1952) , Fr. Ottokar Holzer (ausgetreten)