Samstag, 5. März 2022

Chronogramme in einem Äbteverzeichnis

P. Malachias Koll (1783-1844) verfaßte anläßlich eines Namenstages des Abtes Nikolaus Kasche (1754-1824) ein Äbteverzeichnis, zuerst einen Hexameter in 2 Zeilen und hernach eine ausführlichere Beschreibung. Am Beginn und beim Abt Nikolaus ein Chronogramm (addiert man die rot und großgeschriebenen Buchstaben, ergibt sich jeweils das Jahr 1823). 

StAH 007–004–012c




Samstag, 29. Januar 2022

Gruppenbild ca. 1953

 


Im Konventgarten vor den Fenstern des Winterrefektoriums (heute Juniorat und Noviziat), im Hintergrund  der Personen ein Brunnen mit der Statue des hl. Bernhard, die heute an der Bernardikapelle steht. 
Von links nach rechts: Fr. Guido Grünberg, P. Adalbert Röhlich, Fr. Meinrad Röhlich, P. Petrus Pokorny, Fr. Nivard Hradil.
Nach 4. Oktober 1953 (der Profess des Fr. Meinrad).
Foto: StAH

Sonntag, 23. Januar 2022

Priorhof ca. 1946/47


Prior- oder Konventhof, ca. 1946/47. Die Frau Haschka aus Südmähren füttert Gänse, die Lieblingsvögel des Abtes, resp. Priors Aelred. Man sieht hier noch die Brüstungsmauern zwischen den Arkaden, die 1971 entfernt worden sind. 
So der Kommentar in der Handschrift des Archivars P. Hermann Watzl auf der Rückseite des Fotos.



Samstag, 22. Januar 2022

Kreuzkapelle, Altar zu Ehren der Dornenkrone

Wilhelm Anton Neumann, Handwerk und Kunst im Stifte Heiligenkreuz vom XVII. bis zur Mitte des XVIII. Jahrhunderts, Heiligenkreuz (Selbstverlag des Verfassers), [1879?], 44 S.: 

In der Kreuzcapelle (Zugang vom Tischlerhofe und von der Kirche, neben der steinernen Wendeltreppe, die zum Kirchenboden hinaufführt), die über dem Gebeingewölbe sich befindet und wahrscheinlich jene Kapelle war, welche der Herzog Friedrich II. zu erbauen gelobt hatte (s. Feil, S. 30, 31), befanden sich ein St. Benedicti-Altar, einer zu Ehren der Dornenkrone Jesu Christi und ein Kreuzaltar.

Mittwoch, 19. Januar 2022

Beichtzettel

Im Stiftsarchiv finden sich Beichtzettel aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Vordrucke, wo das Datum handschriftlich eingesetzt wurde, zum Teil auch mit Wappenbild und dem Bild der Kreuzreliquienmonstranz.

Über die Beichtzettel (besonders in der Erzdiözese Salzburg).



Freitag, 7. Januar 2022

Bernardikapelle

 Zustand der Bernardikapelle im Jahre 1911




Dienstag, 26. Oktober 2021

rot/weiß/rot — Bindenschild—Friedrich II.

Zum Nationalfeiertag:
Die Farben rot/weiß/rot

Als früheste Quelle gilt ein wächsernes Amtssiegel an einer Urkunde vom 30. November 1230, die Privilegien des Stifts Lilienfeld bestätigt. Es ist beschädigt und zeigt keine Farben. Dargestellt ist ein dreieckiger Reiterschild. 

Ein besser erhaltenes Siegel datiert 1236, im Stiftsarchiv von Heiligenkreuz:  U1236(W80)

Samstag, 16. Oktober 2021

Exequien 1897

 Interessantes Detail: 

Das Requiem für den verstorbenen Mitbruder wurden nicht nur im Stift selbst gefeiert, sondern auch in allen Pfarren, die vom Stift betreut werden.


Stiftsarchiv

Die Liebe fürs Detail vergangener Jahrhunderte...




Montag, 20. September 2021

Ein Zufallsfund aus dem Archiv

 Die Kaiser Fräul'n



Die Handschrift in schwarzer Tinte ist die des Archivars P. Friedrich Hlawatsch; der weitere Kommentar stammt vom späteren Archivar P. Hermann Watzl.
StAH, FM0001


Sonntag, 23. Mai 2021

Pfarren und Güter bei St. Gotthard

Schlößlberg bei Mogersdorf, Bgld.
1878 (nach dem Tod des ungarisch-stämmigen Abtes Edmund Komaromy ein Jahr zuvor): Loslösung der Abtei St. Gotthard in Ungarn mit seinen Pfarren, Besitzungen und Kunstschätzen von Heiligenkreuz, welche nunmehr der Abtei Zirc als Priorat angeschlossen wird laut Übereinkommen vom 25. Juni; Genehmigung des Kaisers vom 30. Juli und Bestätigung der päpstlichen Kurie vom 18. Dezember. Bei der Abtretung von St. Gotthard, das seit 1734 mit dem Stift Heiligenkreuz vereinigt war, an die Abtei Zirc mit 4. November 1878, geht auch der ganze dazugehörige Grundbesitz verloren. So wird auch das Gut Schlößl bei Mogersdorf, bestehend aus dem Schlößl mit Kellereien, danebenstehender Kapelle sowie 117 Hektar Wald und ca. 10 Joch Ackerflächen und Weingärten bis zur ungarischen Grenze an die Abtei Zirc abgegeben.


Freitag, 30. April 2021

Hornwerk am Hornturm

Über das ehemalige Hornwerk im Hornturm erfahren wir bei Rudolf QUOIKA, Altösterreichische Hornwerke, Berlin 1959, 24:

„Vom  äußeren Klosterhof führt ein Einfahrtstor unter dem Hornturm in den inneren Klosterhof. Es ist ein  charakteristischer Torbau des Frühbarock mit reichem Figurenschmuck aus der Zeit des Abtes Clemens Scheffer OCist  (1656 — 1663).  Im Turmgeschoß befindet sich  ein  Pfeifenwerk aus dem Jahre 1720.“

Dagobert FREY, Das Stift Heiligenkreuz. Wien-Augsburg 1926, 38.


Dieses Hornwerk,  übrigens das größte seiner Art, ist eine Schöpfung des Abtes Gerhard Weichselberger OCist (1705 —1728). 

J. Fitzga, Das Pfeifenwerk im Stift Heiligenkreuz. In: Monatsblätter des Altertumsvereins in Wien, Jg.1909, 123. 


Als Erbauer werden die beiden Brüder Ferdinand Josef und Johann Ulrich Römer aus Wien genannt, die 1721 die große Stiftsorgel in Heiligenkreuz erbauten. Die Annahme liegt dabei nahe, daß auch das Hornwerk von beiden jahrsdarauf vollendet wurde. Da dieses Instrument große Vollkommenheit zeigt und eine Synthese zwischen Gotik und Barock darstellt, kommt als Erbauer nur ein erster Meister in Frage und die Brüder Römer, die 1720 die große Orgel im St. Stephansdom in Wien erbauten, verfügten über das notwendige Können. Stiftsorganist Fitzga meldet eine Orgelreparatur für das Jahr 1705, die indes kaum dem Hornwerk gegolten haben kann, wenn dasselbe nicht etwa ein älterer Bau sein sollte, den Abt Gerhard vergrößern ließ. Die zahlreichen Türme des Stiftes in damaliger Zeit lassen das Vorhandensein eines Hornwerkes vermuten, doch dürfte Orgelbauer Lober 1705 die Chororgel erneuert haben. 1795 arbeitete der Wiener Orgelbauer Gottfried Malich (Mallek) mit seinem Gehilfen Nikolaus Hindznidel aus Würzburg am Horn, das 1909 nochmals gründlich vom bekannten Wiener Orgelbaumeister Josef Ullmann auf Veranlassung des Abtes Gregor Pöck OCist überholt wurde, wobei die Holzpfeifen erneuert wurden. Der Meister, sein Sohn Franz und die Gehilfen konnten das Horn am 19. März 1909 vollenden und zum Wiedererklingen bringen. Gegenwärtig sind nur die Bälge, die Windladen und ein Teil der Holzpfeifen vorhanden, während Metall- und Zungenpfeifen vollständig fehlen. 

Die Zungenstimmen unterlagen dem natürlichen Verschleiß, die Labialpfeifen aus Metall fanden den Weg der Kriegsmetallsammlung, ein Teil kam in Abgang und der Rest, 39 Kilogramm, wurden für die Erneuerung der großen Stiftsorgel verwendet (1953). Mitteilung von J. Mertin, Wien.

Mittwoch, 21. April 2021

Gemälde von Martino Altomonte im Refektorium

Franz Christoph von Scheyb (=Pseudonym Köremon) (1704-1777) schaut dem Maler Altomonte beim Malen des großen Bildes von der wunderbaren Brotvermehrung zu und korrigiert ihn dabei:





Samstag, 3. April 2021

Feier der Karwoche 1847

 Ein kunstvoll geschriebenes Bild hängt im Archiv, wie man 1847 die Karwoche feierte.

Auf's Bild klicken, um es noch zu vergrößern!

 


Donnerstag, 1. April 2021

Kreuzgang, Fußwaschungsgang

Mittelalterliche  Tonröhren  aus dem Fußwaschungsgang, Ableitung des Wassers von der damals wöchentlich üblichen Fußwaschung, ebenso gab es am Gründonnersatg ein Mandatum pauperum und mandatum monachorum ( mandatum=Gebot: ein neues Gebot gebe ich euch, liebt einander...).
Aufgefunden in den 1970er Jahren beim Verlegen des heutigen Steinfußbodens.
Archäologische Sammlung des Stiftsarchives Heiligenkreuz




 

Freitag, 5. März 2021

Wr. Neustadt, Neukloster

Wr. Neustadt, vor der Neuklosterkirche, anläßlich der Enthüllung der Gedenktafel des spanischen Dichters Cristóbal de Castellejo:
im Vordergrund mit Stola Prior P. Alberich Rabensteiner (+ 1945), hinter ihm P. Bruno Höltl
(+ 1955), rechts P. Meinrad Nossek (+ 1946), ganz rechts Wenzel Steiner. 



Donnerstag, 18. Februar 2021

Refektorium 1949


 Das Refektorium als Notkirche
während der Abtragung der Orgelempore
in der Stiftskirche 1949

Bernardikapelle im Jahr 1911

Die Bernardikapelle im Jahr 1911






Freitag, 5. Februar 2021

Professzettel 1529

Aus dem Jahr 1529, dem Jahr der ersten türkischen Belagerung Wiens und schwerster Verwüstungen in Heiligenkreuz, sind uns drei Professzettel auf Pergament erhalten. Zwei haben das Format 21x8,5 cm, eines ist kleiner 16,5x8,5. Die sehr ähnliche Schreibweise legt nahe, dass die Urkunden von einem Schreiber vorbereitet und von den Kandidaten nur mit dem Kreuz unterschrieben wurden.


Im Vereichnis von Florian Watzl findet man die drei Personen:
326. Konrad Krueg, später Hofmeister in Wien.
327. Konrad
328. Matthias Zünser, aus Überlingen am Bodensee, 1547 Prior, 1548 Abt im Neukloster, 1551 dort verstorben.


Professzettel

Professurkunden (im Archiv "Professzettel" genannt) - kunstvoll auf Pergament geschrieben - haben wir seit dem 16. Jahrhundert, die älteste sei hier wiedergegeben. Im Verzeichnis von Florian Watzl, Die Cistercienser von Heiligenkreuz, Graz 1898, Nr. 300 nennt unter Abt Michael I. Aigner einen Laienbruder Johannes, auf der Urkunde steht jedoch "clericus", unter dem Nachfolgerabt Bernhard sind drei Johannes aufgeführt (Trost Nr. 310, Ranperger Nr. 311 und Grinzinger Nr. 315). Auf wen sich unsere Urkunde bezieht, ist einstweilen nicht festzustellen.